Der Brautblog: 5 Jahre nach der Hochzeit - ein persönliches Resümee

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Beitrag enthält Herzensempfehlungen & Links

Der "Braut"blog?

- Ein Rückblick auf die Hochzeit vor 5 Jahren -

Ich bin keine Braut mehr. Daher müssten wir theoretisch eine neue Rubrik - hier auf dem Hochzeitsblog - aufmachen, die von Erfahrungen von Ehepartnern und/oder EhepartnerInnen berichtet. 

Aber egal was die Zukunft bringen wird. Wir freuen uns auf die wunderbaren Artikel von Braut Anna, die uns auch künftig von Ihren Hochzeitsvorbereitungen und Erfahrungen auf dem Brautblog berichten wird. Diese werden in den nächsten Monaten nicht mehr wöchentlich, sondern gezielter veröffentlicht. Schließlich rückt der große Tag bei ihr immer näher und wird mit jeder Menge Liebe vorbereitet. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. 

 

Wir freuen uns nach wie vor über ihre und eure Erfahrungen, die wir miteinander teilen. Sie stärken das Verständnis, zeigen Möglichkeiten und neue Pfade. Wir können so auf diesen schönen Tag, der euch erwarten wird, mitfiebern. Gerade in den Hochzeitsvorbereitungen ist es besonders schön sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gleichzeitig eigene Wege zu finden. Mir hätte dieser Austausch bei unseren Hochzeitsvorbereitungen sehr geholfen und daher habe ich heute ein Resümee gezogen: Was hätte ich bei unserer Hochzeit anders - vielleicht besser - planen können und um welche Vorbereitungen hätten wir wirklich nicht verzichten wollen.

Was kann ich 5 Jahre nach unserer Hochzeit berichten?

Vor fast 5 Jahren haben wir standesamtlich in Düsseldorf geheiratet. Ein Jahr später folgte unsere freie Trauung in Baden-Württemberg. Ich habe mich damals wahnsinnig gerne in die Hochzeitsvorbereitungen gestürzt.

 

Da wir die ersten aus unserem Freundeskreis waren, die geheiratet haben, habe ich mich bei den damaligen Hochzeitsvorbereitungen immer als ein "kleiner Alien" gefühlt. Besonders, wenn ich von Einladungskarten, Sitzplänen, Farbcodes und Abendunterhaltung gesprochen habe.

Ich habe schnell gemerkt, dass irgendwann im Bekannten und Familienkreis das Thema >>Hochzeit<<, besonders das Verständnis für die kleinen Details nicht mehr auf offene Ohren traf.

Nach anderthalb Jahren Vorbereitungszeit (eigentlich eher persönlicher Vorfreudenzeit) konnte ich den Überdruss des Hochzeitsthemas bei der Familie und unseren Freunden durch aus verstehen.

Allerdings macht diese Situation die Vorbereitungen für mich nicht einfacher. Instagram und Pinterest zeigten schon damals die "rosarote Brille", die ich in der Realität nicht fand.

Um es anders zu formulieren, es wurden permanent Erwartungen an diesen Tag entgegengebracht, diese wiederum trafen aber kaum auf Verständnis. Nicht umsonst explodierten die "Bräutegruppen" und Blogs im Internet für den persönlichen Erfahrungsaustausch. Stammtische für Bräute und Bastelgruppen wurden gegründet, um sich gegenseitig zu zeigen: Hey, wir sind mit diesen Gedankenspielen (die uns ja wahnsinnig viel Freude bereiten) nicht alleine und wir bereiten diesen Tag nicht für andere vor, sondern nutzen diesen Anlass für ein schönes Fest, das wir aktiv gestalten wollen. Dieser Wunsch erfüllt sich nicht immer. Viele Dramen können sich im Rahmen der Hochzeitsvorbereitung abspielen: Seien es persönliche Familiendifferenzen, die auf einmal ganz plötzlich ausgetragen werden müssen oder ganz einfach realistische Budgetgrenzen, die einige Wünsche - Wunsch sein lassen.

 

Wenn man mich also heute nach fast 5 Jahren Ehe fragen würde, was ich damals bei unserer Hochzeit anders geplant und gestaltet hätte, dann würde ich wohl folgende Punkte nennen:

Dinge, die ich besser anders geplant hätte...

1. Ich hätte Familie und Freunde nicht so stark in die Hochzeitsplanung involviert. Warum? Nichts macht doch eine Hochzeit persönlicher als seine Lieben um sich herum zu versammeln und NICHTS macht es komplizierter oder schafft mehr "Pannen", um von meinem persönlichen Erfahrungshorizont heraus zu berichten. Wenn ihr zu den Glücklichen gehört, die bedingungslosen Rückhalt erfahren haben, dann springt gerne zum dritten Punkt weiter. Ich persönlich hatte nach unserer Hochzeit regelrecht ein schlechtes Gewissen, das unsere Gäste alles dafür gegeben haben, uns einen schönen Tag zu bereiten. Es kamen so viele unterschiedliche Erwartungen zueinander, dass sich zwangsläufig immer jemand auf die Füße getreten fühlte. Es wäre aus meiner heutigen Sichtweise deutlich entspannter und friedfertiger abgelaufen, wenn man Gäste ausnahmslos aus den Hochzeitsvorbereitungen ausgeklammert hätte - wenn man sie einfach Gäste hätte sein lassen. Damit auch sie die Möglichkeit gehabt hätten, diesen Moment und Tag entspannt erleben zu können.

 

2. Ohne Unterstützung geht es nicht. Wenn man den o.g. Punkt mitgehen möchte, dann folgt die Konsequenz sich bei der Hochzeitsplanung Unterstützung an die Seite zu holen. Menschen, die es auch dem Paar ermöglichen, dass sie nicht den Überblick verlieren und den Tag genauso wie ihre Gäste genießen können.

Den nun folgenden Satz habe in den letzten Jahren auch oft von meinen eigenen Paaren nach der Hochzeitsfeier gehört: "Hätten wir nur eine Planerin engagiert!". Natürlich stellt dieser Posten eine große finanzielle Herausforderung dar, aber eine gute Planerin hat die Möglichkeiten die anderen Punkte des Budgetplans bestmöglich umzusetzen. Wahrscheinlich, hätte ich also sogar noch Geld "gespart", wenn ich von Anfang an professionelle Unterstützung in Anspruch genommen hätte.

 

3. "Ich kenne da jemanden" -> Augen auf bei Empfehlungsvorschlägen!

Onkel Josef kennt den Barkeeper von der nächstgelegenen Kaschemme und dieser hätte bestimmt kein Problem damit, sich den gesamten Abend um die Bar auf unserer Hochzeit zu kümmern. Super, dachte ich mir. Ich konnte damit einen weiteren Punkt auf meiner Liste abhaken. Mein Resümee dieser vorschnellen Zustimmung ohne "Tasting" lautet: Die Cocktails schmeckten .... nach purem Alkohol. Also hätten wir im Endeffekt auch einfach Pinnchen aufstellen können und die Gäste wären genauso schnell betrunken gewesen.

Ein anderes Beispiel: Der DJ, der schon auf anderen Festen im Bekanntenkreis aufgelegt hat. Man weiß ja nur zu gut, wie unterschiedlich Musikgeschmäcker sein können. Es ist schwierig alle Dienstleister vor dem Hochzeitstag selbst "zu testen". Aber ganz sicher hätten wir uns damals die Zeit für ein persönliches Kennenlernen nehmen sollen. Damit hätten wir uns die weiteren Abstimmungen definitiv erleichtert. 

Das waren jetzt drei Dinge, die ich gerne bei unseren Hochzeitsvorbereitungen anders organisiert hätte. Aber es gab natürlich auch viele Punkte, über die wir sehr froh waren und die ich euch nicht vorenthalten möchte. 

 

Dinge, die wir für uns genau richtig geplant haben...

 

1.Die Zeitplanung vor und nach dem Hochzeitstag

Wir haben uns, einerseits weil wir viel selbst organisiert, andererseits weil wir unsere Hochzeitsfeier 600 km entfernt auf die Beine gestellt haben, eine Woche vor und eine Woche nach der Hochzeit frei genommen und ich kann nur sagen, wir haben jeden einzelnen Tag davon gebraucht und genießen können. Wenn man sich so lange auf diesen Tag vorbereitet, kommen kurz vor knapp doch einige Punkte zusammen, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Warum sich die entspannte und schöne Vorbereitungszeit kaputt machen, wenn man kurz vorm "Ziel" dann doch in Hektik aufgrund von Zeitnot verfällt? Lieber die Zeit mit vielen schönen Familiengesprächen nutzen, ein bisschen Wellness einschieben und danach in Ruhe abbauen, aufräumen und auskatern :D

 

2. Das "Ersatzhemd"

Dieser Tipp klingt wirklich profan. Aber ja, wir sind wirklich glücklich, dass uns der Bräutigamausstatter zu einem Ersatzhemd geraten hat. WIRKLICH SEHR GLÜCKLICH! So schnell ist etwas verschüttet, bekleckert oder durchgeschwitzt. Auch das Fleckenwasser für das Brautkleid kam zum Einsatz und das Wechselkleid zur Party später am Abend bei 35 Grad war meine persönliche Rettung.

 

3. Unsere freie Trauung

Der Entschluss eine freie Trauung zu feiern, war die schönste Entscheidung, die wir bis dato in unserem Leben getroffen haben. Sie war das emotionalste Erlebnis an unserem gesamten Hochzeitstag. Ich habe Tränen bei Menschen gesehen, die ich noch nie zuvor habe weinen sehen. Ich selbst habe tiefergreifende Momente erlebt. Ich habe mich verloren in einem Meer als puren Emotionen. Ich habe geweint, gelacht und habe noch nie zuvor meinen Mann so unfassbar schöne Worte sprechen hören und das vor all unseren Lieben. Ich hätte glücklicher nicht sein können und auch jetzt während ich diese Zeilen schreibe und mich an diesen wunderbaren Moment an meinem Hochzeitstag zurückerinnere, laufen mir die Freudentränen über die Wangen. Die Trauzeremonie war so persönlich, wie ich sie mir nicht anders hätte vorstellen können. Die Rede hat uns genau so widergespiegelt wie wir eben sind: chaotisch, romantisch und verrückt.  Das war der schönste Start in die Ehe, den ich mir für uns hätte wünschen können. Einfach unvergesslich.

 

Alles andere an diesem Tag war weniger wichtig, als dieser eine Moment, in dem wir uns eine gemeinsame Zukunft versprochen haben, gemeinsam vor unseren Lieben und doch nur wir beide für uns.


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Ines hat vor fast 5 Jahren ihren Mann geheiratet. Sie hat Euch in diesem Beitrag über ihre persönlichen Tipps und Herausforderungen der Hochzeitsplanung erzählt. 


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Wer sind wir?

Wir sind GeisteswissenschaftlerInnen und

begleiten unsere Brautpaare seit 2015 deutschlandweit

bei den Vorbereitungen für die Freie Trauung.

Unser Team ist verrückt, vielseitig

und setzt eure Liebesgeschichte in einer individuellen Hochzeitszeremonie um.